Benzingeruch im GS oder GSA

 

Zum Thema Benzingeruch im GS hat Citroën bereits am 02.07.1971 folgende Technische Mitteilung herausgegeben:

 

 
          Wird Benzingeruch im Wageninneren festgestellt, so
          geht man der Reihe nach wie folgt vor:
 
 
   

a)

Prüfen, ob der Entlüftungsschlauch des Einfüllstutzens an der Verbindung weder gebrochen noch gesprungen ist. Dies kann nur durch Ausbau des
   
  Einfüllstutzens festgestellt werden. Hierfür zunächst die hintere rechte Leuchteinheit ausbauen.
   
  Achtung! Die Leuchteinheit ist auf Scharnieren montiert!
  (Kontrollieren Sie das Rohr, das Sie vom Ersatzteillager erhalten! Wir haben
  hier einige gerissene Rohre gefunden).
   
 
 

 

 

b)

Sitz der Manschette des Einfüllstutzens am Radkastenblech prüfen.
   Liegt die Manschette nicht richtig auf, MASTIC verwenden.
   
 
 

 

 

c)

Manschette zur Befestigung des Kraftstoffmessers am
  Behälter auf Dichtigkeit überprüfen. Bei Kraftstoffverlust
  mit Kaltschweißmittel abdichten.
   
 
 
   

d)

Prüfen ob das Verbindungsstück des Entlüftungsschlauches richtig
  eingesetzt ist (Zentrierung des Anschlußstutzens).
   
 
 
   

e)

Vordere und hintere Öffnung an der rechten Radkastenseite mit einer
  Plastikscheibe abdecken (an der Club-Ausführung abnehmen)
   
 
 
   

f)

Prüfen, ob die Dichtung am Einfüllstopfen richtig sitzt und ob die
  Haltemanschette der Dichtung nicht gebrochen ist.
   
 
 
   

g)

Zwei Löcher von mindestens 6 mm Durchmesser unter dem Radkasten
  bohren, damit das Benzin ablaufen kann, das möglicherweise beim
  Einfüllen in den Radkasten gelangt ist. Es ist je eine Bohrung beiderseits
  des Verbindungsbleches zwischen Radkasten und hinterem Kotflügel
  durchzuführen. (Man verwendet einen Stift im Innern des Radkastens)
   
 
 
    Bei Verwendung eines Einfüllstopfens mit Schlüssel ist zu prüfen ob die Entlüftung dieser Stopfen einwandfrei
    durch das mittlere Schloss des Stopfens erfolgt.
 
    Aus eigener Erfahrung

 
   Kommt es zu Benzingeruch während der Fahrt im GS/A, insbesondere sehr stark kurz nach dem Tanken, so liegt
   häufig eine Undichtigkeit im Bereich des Einfüllstutzens vor. Durch die in den Innenraum eintretende und
   kreisende Luft werden, durch die ungenügende Abdichtung in der hinteren rechten Innenverkleidung, die
   Benzindämpfe verwirbelt und in den Innenraum geleitet.
 
   Ursachen können sein

 
   Poröse oder gerissene Schläuche, langsame Auflösung von Gummiteilen (z.B. das T-Stück (Gummi) in der
   Rücklaufleitung), undichter Verbindungsschlauch vom Einfüllstutzen zum Tank bedingt durch die weggerostete
   Schlauchschelle oder aber sehr häufig ein gerissener Einfüllstutzen (Haarrisse im oberen Bereich des Stutzens,
   unterhalb der Karosserieverschraubung). Allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass sich ein Marder im
   Motorraum an den Benzinschläuchen zu schaffen gemacht hat.
 
   Abhilfe beim beschädigten Einfüllstutzen ist im Normalfall ein Neuteil,  smile,
   denn diese sind nun mal nicht mehr lagerhaltig zu bekommen und müssen deshalb warscheinlich repariert werden.
 
   Reparaturen sind auch schon erfolgreich gewesen, indem der ausgebaute und gesäuberte Stutzen im Bereich
   der Haarrisse geschweißt (Kunststoffschweißung) oder, als Notlösung, mit einer speziellen,
   lösungsmittelbeständigen Silikonpaste abgedichtet wurde. Diese speziellen Silikone gibt es in gut sortierten
   Baumärkten oder im Fachgeschäft.
 
   Hinweis

 
   Um   Haarrissbildungen vorzubeugen, bitte beim Tanken den Zapfhahn immer  in der Hand behalten um Druck
   auf den Stutzen zu vermeiden.