Dezember 07, 2019, 08:35:01 Nachmittag

Neuigkeiten:

www.gs-gsa-ig.de           Sommertreffen 2020               50 Jahre  GS           30 Jahre GS/A IG   
           
                                                                             
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Neueste Beiträge

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Suche GS/A Ersatzteile, Zubehör, Literatur / GSX Innenausstattung, Tacho mi...
Letzter Beitrag von pallasgs - November 10, 2019, 10:16:19 Vormittag
Weiterhin beschäftige ich mich mit meinen GSX. Für den suche ich eine GSX Innenausstattung (Sitze, Türverkleidngen) oder mindestens die 2 vorderen Sitzen die eine Schalenform haben.
Toll wäre auch eine gut erhaltene GSX Tachoeinheit zu finden...
Bitte melden, wenn jemand was davon zum anbieten hat. 

Gruße, Mitja
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Suche GS/A Ersatzteile, Zubehör, Literatur / Kopfstütze für GS 1220 Pallas ...
Letzter Beitrag von Frank Jesse - November 08, 2019, 12:10:27 Nachmittag
Hallo liebe GS-Freunde,

für meinen GS 1220 Pallas von 1977 suche ich noch eine zweite Kopfstütze in Stoffausführung. Mein GS ist ursprünglich in Frankreich ausgeliefert worden, dort hatten selbst die GS 1220 Pallas NICHT serienmäßig Kopfstützen. Aktuell habe ich eine Originalkopfstütze in dem passenden blauen Stoff auf dem Fahrersitz, der Beifahrersitz hat eine Kopfstütze in einem blauen Kunstleder. Dieses Kunstleder ist identisch mit dem Rückenteil der Vordersitze. Wer kann mir eine solche Kopfstütze in gutem Zustand verkaufen, bzw. "sachdienliche Hinweise" geben, wer mir ggf. solche eine Kopfstütze verkaufen könnte. Bisher war ich leider in meinen Bemühungen erfolglos.

Vorab vielen Dank und

herzliche Grüße

Frank (Jesse)

----------------------------------
Frank Jesse
Pohlstadtsweg 400a
51109 Köln
0221/83008450
0171/6916002
www.frankjesse.de
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GS, GSA und mehr / Re: Mein Weg zum GS
Letzter Beitrag von Der Schwedenkönig - November 07, 2019, 05:45:03 Vormittag
Zitat von: chrissodha am November 06, 2019, 05:44:55 Nachmittag...aus solchen Erfahrungen entstehen doch eher Daimlerfans :-)


oder Peugeot 504 Fans
:-)
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GS, GSA und mehr / Re: Mein Weg zum GS
Letzter Beitrag von chrissodha - November 06, 2019, 05:44:55 Nachmittag
Klasse Bericht,  Danke !
.... wenn ich auch nicht verstehe warum DAS der Weg zum GS war;  aus solchen Erfahrungen entstehen doch eher Daimlerfans :-)
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GS, GSA und mehr / Mein Weg zum GS
Letzter Beitrag von Günter - November 05, 2019, 03:18:01 Nachmittag
Geschrieben und erlebt von Sebastian Seitz.
Eine kaum vergleichliche und spannende Geschichte. Viel Spaß beim Lesen.
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GS, GSA und mehr / Re: Designgespräche II: Fahrwe...
Letzter Beitrag von chrissodha - November 04, 2019, 03:16:56 Nachmittag
Sie meinen, der Kunde ist der Depp, weil er ein Depp ist?

!!!!!!!!!!!!!!!!!
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GS, GSA und mehr / Re: Designgespräche I: Karross...
Letzter Beitrag von chrissodha - November 04, 2019, 03:13:13 Nachmittag
ziemlich geil !   Hast 'ne echt kreative Phase :-)
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GS, GSA und mehr / Re: Unser Roadtrip mit dem GSA
Letzter Beitrag von Nilles - November 02, 2019, 12:36:49 Vormittag
Wunderschön geschrieben!
Soviel konntest du mir in 20 Minuten neben Dir bei der Ausfahrt letzte Woche gar nicht erzählen.

Also: Greif zu!
Der Onkel ist imstande und verkauft Ihn irgendwann an - IRGENDWEN! -
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GS, GSA und mehr / Designgespräch III: Designtheo...
Letzter Beitrag von Nilles - November 02, 2019, 12:09:42 Vormittag

Unser französischer Gourmetjournalist Beau xmoteur im Interview mit dem bekannten Autodesigner Willem de Sign.

 
Herr Dipl. Designer de Sign, schildern Sie uns doch einmal ihren Berufsalltag und die Aufgaben in den heutigen schwierigen Zeiten, zwischen China und veganen Retrowellen. Wie entsteht ein modernes Automobil?

>>> Ja, die Zeiten sind sehr komplex, das kann ein Designer alleine nicht schaffen, wir teilen die Aufgaben immer in special-account-Teams auf, jeder entwickelt einen Teilbereich, und am Schluss kommt mit etwas Glück ein fahrendes Auto heraus.

Wer koordiniert, wer hat die Leitung?

>>> Das sind die Produktentwickler, die Marketing-Fachleute  und die Kaufmänner. Klar ist, das immer nach 5 Jahren ein neues Modell auf den Markt kommt, da werden dann Deadlines für jedes einzelne Bauteil gesetzt, wann z.B. das Armaturenbrett oder das Fahrwerk, der Motor fertig sein sollen. Die Fristen werden natürlich wahnsinnig kurz gesetzt, so das jedes Team losrennt und wild voranarbeitet, der Druck ist gross, sonst hat jeder Verspätung. So 2 Jahre vor Markteinführung legen wir alles auf einen Haufen, bauen es zusammen, gucken wie alles passt, und wieviele Kilometer Kabel wir jetzt noch für das Infotainment und die Sensoren verlegen müssen, das ist wie beim Flugzeugbau. Dann geht es noch 2 Jahre in die Computerüberwachte Crash-Detection, mit auto-feedback, wer wo wann was anpassen muss. Um dieses To-Do Program zu programieren, brauchen wir 15 Monate, da bleiben zum Abarbeiten dann leider nur noch 9 Monate. Das ist dann aber alles mittlerweile automatisiert. Da braucht keiner mehr gross nachfragen, das flutscht. So kristallisiert sich dann automaisch die Form heraus.

Aber sie sind der Designchef, was ist ihre Aufgabe?

>>> Nun, ich kümmere mich natürlich um das, womit wir am meisten Geld verdienen, also die wirklich strategischen Fragen, die Alu-Felgen. Gleichzeitig ist das ein Thema, bei dem wir nicht komplett an den Starttermin des Typen festgelegt sind, weil es eben ein Systemisches ist, das grosse Geld, auf alle Typen anwendbar, super auszuprobieren im Ausstattungs- Konfigurator auf unserer Kauf-Mich Seite. Da haben wir also gewisse Freiheiten in der Entwicklung, können ins Detail gehen, ich geniesse das, ein toller Job. Und Navi, Infotainment und Smartphoneanbindung natürlich, da sitzen riesige Teams dran. Da gibt es laufend Testberichte, das irgendwas umständlich ist, dann hagelts gleich Kritik. Das darf man sich nicht erlauben. Eigentlich erstaunlich. Über Windows kotzen die Leute seit 30 Jahren, aber im Auto muss alles funktionieren. Wir haben es tatsächlich nie geschafft, unser Produkt als das darzustellen was es ist: Ein möglichst gut gemachtes Produkt, aber: bitte warten Sie bis ihr Problem an Microsoft übermittelt wird. Da haben wir uns mit unserem deutschen Perfektionismusversprechen selbst ein Ei gelegt, das wir jetzt ausbrüten müssen. Und natürlich Sondsysteme, gaaanz wichtig: Da kann man 3-6000€ draufschlagen, wenn Bang + Olufson oder Harman Kardon  draufsteht. Klasse. Wer gibt zuhause nochsoviel für eine gute Stereoanlage aus? Ich kenn viele, die in der Garage Musik hören. Dann kann die Frau derweil daheim laut staubsaugen.

Aber, wer verantwortet denn das Gesamtdesign des Autos? Die Erscheinung? Die Form? Wer hat die Übersicht?

>>> Oh, das macht bei uns der Manga Kamikaze, ein echter Freak, der sprudelt vor Ideen. Im Moment sind nur die Japaner und die Chinesen am Puls der Jugend. Nach der letzten Synergie- und clean-up-to-cost Runde im Konzern macht er das sogar nur noch halbtags, morgens gestaltet er jetzt Turnschuhe für eine andere Firma, das hat uns vorangebracht, auch mal über die Mauer zu schauen.

Im Ernst?

>>> Klar, waren Sie in letzter Zeit mal Sportschuhe kaufen? Da stehen die Kids neben ihnen und wissen ganz genau, warum der Rebock Finn-spirit mit den wahllos kreuz und quer vernähten Splitterlappen, die mühsam die Muskelspannungen eines Paavo Nurmi nachempfinden, schlechter aussehen, als die Nike Moon-Pimp die die Sohlen darauf hin optimiert haben das Neil Armstrong auf dem Mond nicht nur 2, sondern 5m weit gehüpft wäre. Ein kleiner Sprung für mich, ein grosser für Nike. Das ist die Botschaft, da müssen wir hin. Ich meine, die gesamte Autoindustrie ist schon recht weit darin, auszusehen wie ein Sneaker oder ein Turnschuh. Und dort werden für Sondermodelle der Sneaker horrende Preise bezahlt, von Leuten, die gar kein Geld haben. Wann hat man das zuletzt vor einem Autohaus gesehen, das die Leute davor übernachten um ein Sondermodell zu erhaschen? Was gäbe ich darum, das Fahrwerk einfach unten auf die Karrosse aufzuspritzen zu können? In der Automobilfertigung sind wir da noch ein Stück weg, wir machen immer noch die Rahmengenähte Sohle, die dummerweise auch noch ziemlich lange hält. Da haben wir noch viel Arbeit vor uns.

Und das funktioniert alles in der Zusammenarbeit mit den Einzeldisziplinen?

>>> Ja klar, es gibt einen klaren Rahmen. Im Computermodell ist ein eindeutiger Taburaum angelegt für Chrashtest-Zone, Fussgängerschutz, so 50 cm ringsum ums Auto, die von jeglicher Nutzung freizuhalten sind, dann 2 Sperrzonen für den Motorraum und die Radkästen, also bei Kleinwagen so 100-400PS und bis 225er und 19 Zoll Reifen, bei der Luxusklasse 200-850PS und bis 305er Reifen bis 24 Zoll und damit sind alle Parameter festgelegt. Im restlichen Raum sind wir dann völlig frei und mit der computerüberwachten Crash-Detection wird jeder falsche Strich in dieser Frozen-Zone gelöscht. Das hilft uns im Gestaltungsprozess schon enorm, weil damit wird die Kreativität und der Erfindungsgeist genügend eingeschränkt, damit's am Ende auch funktioniert. Wir können heutzutage nicht 3-5 Jahre nachbessern, der erste Wurf muss auch im Test bei Auto, Sponsor und Mord sitzen. Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen, mir fällt gerade der Designer nicht ein, der das mal gesagt hat...


Herr de Sign, wir kommen zu unserem beliebten Fragespiel.

Was fahren Sie persönlich?

>> Oh, ich habe meinen Führerschein abgeben und fahre jetzt Bahn. Das war Einstellungskriterium bei der Personalabteilung, damit wir als Konzern möglichst ökologisch und modern und cool rüberkommen.

Was sagen ihnen die Namen: Georgetto Giugiaro, Dieter Rams, Mies van der Rohe, Ettore Sotsass, le corbusier, Jonathan Paul Ive, Flaminio Bertoni?

>>> Äh, Moment, Hersteller von Olivenöl? Nein halt, jetzt weiss ich's: Filmschauspieler.

Und was sagen ihnen die Begriffe  Ästhetik, Stil, Proportion?

>>> Ich hatte leider kein Latein, spätgeboren, aber Moment, Stil? Doch, da klingelts bei mir! Das ist so ein altertümlicher Begriff von Erhabenheit und Sicherheit in der Präsentation seiner Selbst, auch und besonders im Bereich des Designs und der Kleidung. Das hat mir mein Vater, der war einfacher Bahnbeamter, mal erklärt, der hat nicht mal Internet, der weigert sich. Stil war, soweit ich gelesen habe sogar mal ein Erziehungsziel.

Moment mal. Diese Themen wurden in ihrem KFZ-Design Studium nicht behandelt?

>>> Nein, das ist ja jetzt Bachelor und Turbomaster. Es gab eher einen Schwerpunkt in Marketingstrategien oder Betriebswirtschaft. Das muss man alles wissen für erfolgreiches Design. Früher haben die ja Aktzeichnen belegt, das sieht man auch an alten Rezzensionen zum Autodesign, "Kurven", "nahezu erotische Form", etc. Lachhaft, es gibt ja für solche Kurse gar keine Frauen mehr, die solange ruhig stehen würden im Fitnessstudio. Da haben wir eher alle work-shops  "Mit Erfolg auf die Überholspur" oder " Wie überschlage ich mich selbst" besucht.

Ja aber: Ist es auf den Straßen, in der Stadt, auf dem Land, wenn man seine Liebste abholt, ohne Ästhetik, nur mit PS lebenswert?

>>> Ich glaube, Sie leben da etwas im Gestern, Herr Bo xe moto.
Stil? Die Sneaker haben jetzt von der Straße den Aufstieg in die Vorstandsetagen geschafft. Derzeit breiten sich Jogging-Hosen und Leggings aus, selbst am Abend. In 10 Jahren sind die auch in den Vorstandsetagen der Dax-Konzerne angekommen. Jetzt bauen wir Autos, die wie Turnschuhe aussehen, in 20 Jahren bauen wir Autos wie Jogginghosen, mit lässigen, schlappernden Kotflügeln mit Gummizug und einem Wasserbett mit genügend Seitenhalt als Sitz. Das Bauhaus und am Schluss die 60er Jahre waren der letzte Versuch, den Stil von Oben nach Unten zu transportieren, über den Stolz auf Geschmack und Bildung. Aber im Moment geht es im Konsum von unten nach oben.

Heute sind es nur die Frauen mit ihren Lippenstiften und der Skin-Care, die das Internet lahmlegen, aber wenn die Männer anfangen, als Influenzer Autos zu testen, dann sind wir als Autobauer mit unserer Strategie der vorbehaltlosen Diversifizierung-on-demand gewappnet. Der Vorteil für uns ist im Moment: Frauen tippen bei Allem auf den Kaufen-Button, Männer nur bei Autos, das heisst, die können wir noch beeinflussen.

Sie behaupten also im Grunde? Der Kunde ist der Depp, weil er ein Depp ist?

>>> Kein Kommentar.

Herr de Sign, wir danken für das Gespräch.
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GS, GSA und mehr / Designgespräche II: Fahrwerk u...
Letzter Beitrag von Nilles - November 02, 2019, 12:07:51 Vormittag
Unser amerikanischer Reservejounalist Bugs Motor im Interview mit dem bekannten deutschen Autodesigner Dr. Tiefer-Breiter.

Herr Dipl. Design. Dr. Tiefer-Breiter,

gleich mal die provokante Eingangsfrage: Wo kommen denn heute die 20 Zoll Reifen her, die 225er Schlappen? Für mich galt früher immer: Ein Auto, das mit Breitreifen besser aussieht als ohne, ist schlecht gestaltet? Eine S-Klasse W126 mit 14Zoll-Reifen sieht völlig in Ordnung aus. Wenn ich heute zum BMW Händler gehe, stolpere ich nach der Tür über 19 Zöller für die 7er-Reihe zu 5000€. Wo führt das hin?

>>> Zuallererst gilt in Deutschland, daß ein Auto sportlich sein muss. Das Auto neigt sich in den Kurven, wie ein Franzose in den 60ern? NoGo. Das Auto quitscht in den Kurven? Nein, das hat zu kleben. Und das nur die Reifen melden das es jetzt auch mal gut ist mim Tempo? Niemals, dafür haben wir ESP entwickelt. Also, das damals bei der A-Klasse einem blöden Elch gelungen ist, was davor 40 Jahre lang hunderte Chaoten mit der Ente vergeblich versucht haben, das war schon ein Schlag. Da haben wir gelernt, dass wir ingenieurstechnisch so dumm sind, daß wir zukünftig auf Technologie und Sensoren bauen müssen. Weil der Mensch findet ja noch für jede falsche Prämisse, für jedes Problem, das er selbst geschaffen hat, obwohl es keines ist, eine technische Lösung mit der er das Gesicht vor sich selbst wahren kann und die Kurve mit Unterstützung der Marketingabteilung gerade noch kriegt. Wir bauen jetzt also Autos, die eine Kurve, die 80km/h verträgt mit 120 Sachen nehmen können und riegeln per ESP bei 50 ab. Alles gut.

Das sportive am Auto ist ja historisch, schauen Sie die die Titelblätter der Auto Motor und Sport der 60er Jahre doch an. Egal ob Glas, Fiat 500, Porsche, jedes Titelbild, Familienkutsche oder Grantourismo, zeigt irgendeine Serpentine in den Alpen und mindestens 3 Räder in der Luft. Und im Innenteil dann nur Hinweise wie man seinen Liebling wäscht... Damals ist der Deutsche ja auch konditioniert worden, zu dem was er immer schon war. Bei den Amis, da war's vielleicht anders, nur 2 Räder in der Luft aber immer die vorne, jedes PS-Monster ein kleiner Dragster für die 1/4 Meile, geradeaus, der Rest egal. Und echter, deutscher Sport, das braucht halt breite Reifen. Die mussten wir natürlich wegen dem Aquaplaning mit dermaßen vielen Rillen versehen, daß die Auflagefläche auch nicht grösser ist als bei den von ihnen beschriebenen 145er Reifen. Damit die dann trotzdem so sportlich sind wie sie aussehen, haben wir halt auf 10er oder 20er Reifenquerschnitt umgestellt, damit die Reifen wenigstens nicht mehr walken. Die letzte Konsequenz, die optimale Vollgummiversion konnten wir nicht weiter vorangetrieben, weil die spacigen aber unökologischen Alufelgen, die ein Grossteil unseres Geschäfts ausmachen, diesem Druck dann nicht standhalten. Die Bandscheiben der Kunden auch nicht. Der Zustand der deutschen Strassen gibt das auch halt nicht her, da fällt den Kindern hinten ja das Smartphone aus der Hand und dann ist Ende Gelände.

Und wie ist das mit den grossen Reifenabmessungen? Früher hat man das gemacht, um weniger Verschleiss zu haben, oder im Schnee besser vorwärts zu kommen?

>>> Nein, da gibt es heute andere Beweggründe. Wir brauchen heut natürlich, wenn wir jedes Auto,auch Kleinwagen auf mindestens 400PS auslegen, gute Bremsen. Und dazu müssen die Bremsen und damit die Reifendimensionen immer grösser werde. ist halt Physik. Wenn wir heut in einem Test nur 35m Bremsweg haben und die Konkurenz 32m, dann ist es aus.

Ja gut, aber man müsste doch nur langsamer fahren. Wenn in der Stadt ein Kind zwischen Parkenden Autos rausläuft hilft ja alles nichts und die meisten Unfälle passieren beim Abstellen der Kinder vor der Schule bei Tempo 10, weil man die Kleinen hintenraus im SUV nicht sieht?

>>> Klar im Wohngebiet hilft es nicht, aber es hilft dem Kunden schon wenn er sich sich sagen kann: "Ich konnte absolut nichts machen, es war so plötzlich, ich bin doch nur 45 im Wohngebiet gefahren". Früher hat er sein Trauma schon bei 25km/h erlitten. Zudem ist ja der aktive Fussgängerschutz auch noch in die Sicherheitstests eingeflossen. Wir bauen jetzt Autos bei denen dem Fussgänger bei Tempo 40 genausowenig passiert, als wenn wir ihn früher mit 20 überfahren hätten.
Dazu muss sich ein Auto heute aus Tempo 130 70x überschlagen und alles ist heil. Unser Ingenieursziel ist, das du die Mail oder Whats-App. wegen der du dich eigentlich überhaupt überschlagen hast, danach auch noch fertig schreiben kannst. Damit der Komumikationsfluss nicht abreisst, weil das ist der Tod...

Wurde schon mal gegenübergestellt, wieviel Todesfälle es wegen Autoüberschlag gibt, im Gegensatz zu Unfällen weil man z.B. bei Spurwechsel in einem Auto mit 20cm breiten ABC Säulen nicht mehr hinausschauen kann? Mit einem alten Auto wäre mancher Unfall evtl. gar nicht passiert?

>>> Nein. Aber für das Dilemma haben wir natürlich eine technische Lösung. Wir bauen Kameras und Sensoren ein. Es gibt einen Totwinkelwarner, und auch einen Sensor der das Lenkrad vibrieren lässt, weil man gerade vor einem polnischen oder tchechischen LKW einschert. Das können wir alles programmieren und tagesaktuell an die neuesten Gefahren anpassen. Was wir leider noch nicht in den Griff bekommen ist, daß alle die ganzen Assistenten ausschalten, weil Sie die das Gepiepse und die Warnhinweise nicht aushalten. Wir haben auch Probleme wenn unser Assistent den Fahrer wegen Übermüdung zu einer Kaffeepause mahnt, der aber nur Tee mag. Das ist halt unser heutiger Individualismus, den wir in Zusammenarbeit mit Google aber bald bedienen werden können.


Entschuldigung, ich hatte eigentlich nach dem Wesen des Autodesign gefragt, durchaus auch im ästhetischen Sinn oder im Sinne der Vernunft? Früher gab es ab und zu Autotypen, die über 15-20 Jahre produziert wurden, auch weil ästhetisch zeitlos. Wenn ich nur von A nach B will, und das nicht schneller als die Ampel erlaubt, reicht doch leise, komfortabel, Stauraum, ästhetische Freude?

A nach B haben wir schon im Griff, leise auch. Den Rest haben wir vergessen.

>>> Sie meinen, der Kunde ist der Depp, weil er ein Depp ist?

So könnte man es ausdrücken.

Herr Dr. Tiefer-Breiter, wir danken für das Gespräch.
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